Das Pariser Au-pair-Mädchen Michèle lernt den geheimnisvollen Kanadier Peter kennen und verliebt sich in ihn. Schnell entdeckt sie, daß Peter ein psychopathischer Frauenmörder ist. Angezogen von einer Art makabrer Leidenschaft verrät sie ihn jedoch nicht, sondern bleibt bei ihm und teilt mit ihm sein mörderisches Geheimnis.
Typisch deutsch: Ein bißchen Psychothriller, ein Schuß Film Noir und eine Menge Autorenkino. So präsentiert sich uns Petra Haffters Spielfilmdebut. Die Inszenierung ist recht geschlossen, doch leider hapert es –wie bereits erwähnt– am Inhalt. Neben der Schmalspur-Psychologisierung der Amour-Fou-Geschichte ist es vor allem die nur halbherzig vorgetragene These um die Stimulierungswirkung der Wechselbeziehung Sex-Gewalt-Tod, die einen hier besonders ärgert. Petra Haffter hat sich mit „Der Kuß des Tigers“ viel vorgenommen, aber wenig erreicht. Mit Beate Jensen, Stéphane Ferrara, Yves Beneyton, Kristina van Eyck u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin