Irland 1905. Der Schaubuden- und Freak-Show-Betreiber Angus Shaw macht die Bekanntschaft von Kapitän Woolrich, der sich im Besitz einer echten Meerjungfrau befindet. Natürlich sieht Shaw darin seine große Chance und entführt das entzückende, weibliche Wesen, das sogar für den Tod von Woolrichs Frau verantwortlich sein soll. Auf der Überfahrt nach Amerika gerät Lilly, die Freundin von Shaw und bisherige „Meerjungfrau“ der Show, unter den Bann des Wesens, das sich offenbar von Menschenfleisch ernährt...
„Der Todesengel aus der Tiefe“ ist ein recht ordentlich gemachter, offenbar fürs Kabel-TV solide produzierter Horrorfilm von Leuten (u.a. ausführend tätig: Stan Winston!), die das Genre durchaus ernst nehmen und die die guten, alten Z-Grade-Streifen der 1950er Jahre zu schätzen wissen. Die überraschend fantasievoll ausgeschmückte Geschichte kommt ohne Teenager und ohne die heute übliche postmoderne Ironie aus – was irgendwie erfrischend anders und hübsch altmodisch wirkt. Leider gibt es aber auch ein paar kleinere Längen und unstimmige Details am Rande zu vermelden, so daß das Vergnügen nicht vollständig ungetrübt daherkommt. Mit Spannung darf man allerdings noch die geplanten drei weiteren Teile der „Meerjungfrauen Chroniken“ erwarten, die sich ebenso wie „Der Todesengel aus der Tiefe“ (Remake von Edward L. Cahns „She-Creature“) auch an bekannten Vorbildern von vor fast 50 Jahren orientieren sollen. Auf DVD 16:9. Mit Rufus Sewell, Carla Gugino, Jim Piddock, Reno Wilson u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin