Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

06.12.2012
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Review

von Frank Trebbin

1960. Johnny „Flick“ Taylor, ein junger, schüchterner „Ted“, ersticht nach einem Streit in einer Tanzhalle mehrere Gleichaltrige. Bei seiner Flucht landet sein Auto im Hafenbecken. 40 Jahre später wird Johnnys Wagen gefunden und hinter dem Steuer sitzt immer noch seine gut erhaltene Leiche. Als der örtliche Radiosender Rock’n’Roll-Musik spielt, erwacht Johnny zu neuem Leben und will sich an denen rächen, die ihn einst piesackten...

Nun ja, „Flick – Zombies sind auch nur Menschen“ auf den ersten Blick zu mögen, mag angesichts der Tatsache, dass der Film partout in keine Genre-Schublade passen mag, ziemlich schwierig sein. Hier geht es nämlich nicht im klassischen Sinne um Zombies und auch die dünn gesäten Horroreinlagen können nicht unbedingt überzeugen, zumal das Coverbild der Erstveröffentlichung (abgetrennte Gliedmaßen) und der darauf befindliche marktschreierische Hinweis auf eine „Uncut Version“ eine bestimmte Erwartungshaltung weckt (da ist die Neuauflage bei Pasadena Pictures unter dem Alternativtitel: „Rockabilly Zombie – tot und verliebt“ viel ehrlicher!). Wenn man aber darauf vorbereitet wird, dass „Flick – Zombies sind auch nur Menschen“ ein Rock’n’Roll-Märchen für Erwachsene ist, welches auf naiv-verspielte Weise mit dem Wiedergänger-Motiv aus „Dead of Night“ kokettiert, dann sollte man angesichts der gleichsam gekünstelten wie trashigen Inszenierung (Comic-Inserts und verfremdete Farben à la „Sin City“ – nur eben für ein paar Dollar weniger) Spaß an diesem Low-Budget-Filmchen haben. Rockabilly-Fans werden angesichts der ständigen Musikuntermalung auf jeden Fall voll auf ihre Kosten kommen. Fazit: schräg, irgendwie charmant und ein Tipp fürs Mitternachts-Kino. Auf DVD 16:9. Mit Hugh O’Connor, Liz Smith, Faye Dunaway, Michelle Ryan u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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