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5

Für Bavas Verhältnisse aufwendiger Humbug. Zwar trägt der Film wegen der Überbeleuchtung und Farbenpracht, bavas Handschrift, ist aber wohl eher ein Produkt der Produzenten. Kein interessanter Film, Action wird auch nicht geboten, so bleibt ein filmisches Gemälde ohne Inhalt und Konsistenz. Ich könnte behaupten dies ist der langweiligste und schlechteste Film von Bava, er ahmt prominente Vorbilder nach, man braucht hier nicht ins detail zu gehen, kann aber behaupten der film ist ein kompletter Reinfall, für diejenigen, welche ihn aus seinen meisterlichen Horrorfilmen kennen. Fazit: Schlechter geht es kaum, bin schockiert wie schlecht auch ein grosser Regisseuer, wie Bava sein kann. Filmischer Müll.

4

Was in der italienischen Comicvorlage noch originell gewesen sein mag, verkommt als Film in den Händen von Produktionsgigant Dino De Laurentiis zum populäre Kino- und TV-Trends der 60er nachahmenden und massenkompatiblen Unterhaltungsprodukt ohne eigene Identität. Meisterdieb Diabolik wirkt nun wie eine Mischung aus seinem Verbrecherkollegen Fantomas und dem eben erst erfolgreichen Superagenten James Bond; Auch die ganze Aufmachung des Films orientiert sich am Stil der beiden gerade genannten Vorbilder. Ein bisschen Batman steckt auch noch mit drin, denn das Versteck ähnelt dem Batcave doch sehr. Das Ergebnis ist zwar schön bunt, aber nicht im Entferntesten so cool, wie es sich darstellt. Eine richtig fiese Doppelpackung für die Ohren gibt es in Form der Titelmelodie (ausgerechnet von Ennio Morricone) mit ihrem grausig quietschigen Jazz-Getröte und des schmalzigen Schmachtsongs "Deep, Deep, Down", brrr!

0

"Diabolik" ist für mich eine der besten Comicverfilmungen. Basierend auf die Fumettis der Giussani-Schwestern erschaffte Mario Bava einen sehr coolen und stimmigen Actionfilm. Wie von Bava gewohnt, wartet der Film mit großartig ausgewählten und wunderschön ausstaffierten Kulissen (das Geheimversteck ist ganz großesTtennis) und erstklassigen Farbspielereien auf. Auch darstellerisch kann "Diabolik" auf ganzer Linie überzeugen, ob nun Diabolik, John Phillip Law, seine Freundin Eva, die hübsche Österreicherin Marisa Mell, oder der Gangsterboss Vermont, Adolfo Celi, die Parts werden überzeugend aber auch gleichzeitig mit einem Augenzwinkern, denn im Grunde genommen nimmt sich der Film selbst nicht so ernst, verkörpert. Der sehr gute Soundtrack stammt von keinem geringeren als Ennio Morricone, bei diesem Film stimmt also eigentlich alles. Ein sehenswerter, kultiger, 60er Jahre Streifen.

10

Diabolik ist einfach geil. Ein auf Zelluoid gebannter Comic (in Italien auch als Fotoroman) - viel näher dran, als alle anderen Comicverfilmungen an den Originalvorlagen. Wunderbarer Cast (Marisa Mell - 10 Points), knallige Musik, mit optischer Raffinesse gefilmt... einfach zusammen gefasst: Schönstes 60ger, sixties Kino von einem der besten Regisseure Italiens. Bravo!

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