Sophies beste Freundin Karin ist von einem Unbekannten ermordet worden. Die 16jährige aus reichem Hause weiß allerdings, daß Karin seit kurzem ein Verhältnis mit einem älteren Mann hatte. Für den jungen Kommissar Kleist ist der Fall schon sonnenklar, denn Sophies Vater wurde nicht nur am Tatort gesehen sondern benimmt sich auch seit dem Mord recht merkwürdig. Kleist erschleicht sich Sophies Zuneigung – und zwar nicht nur aus beruflichen Gründen...
Peter Patzak, Regisseur des österreichischen "Kottan"-Kultes, versucht hier auf mehr oder weniger klägliche Weise, das Wolf-im-Schafspelz-Motiv in die muffige Enge eines bundesdeutschen TV-Psychothrillers, der zudem noch langatmig und aktionslos inszeniert worden ist, zu zwängen. Daß das auch hätte besser werden können, sieht man an den Filmen von Nico Hofmann, die ja nun wirklich als "durchdachte Suspense-Krimis in Kinoqualität" durchgehen – ein Attribut, das von Pro7 ganz keck auch für "Sweet Little Sixteen" ins Presseheft geschrieben wurde. Fintenreiche Wendungen vermißt man hier genauso wie eine Erklärung für das Verhalten des Mörders, der – Oh, wie ungeschickt! – schon früh erraten werden kann. Gespielt ist das Ganze allerdings sehenswert gut. Im TV matted (1,78:1). Mit Cosma Shiva Hagen, Heiko Deutschmann, Christian Berkel, Julia Bremermann u.a.
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