Nebraska 1919. Die beiden Halbblut-Schwestern Rio und Caish (im Original: Oriole und Acacia) leben allein auf einer großen Farm. Eines Tages kommen fünf wilde Motorradfahrer unter der Führung des jungen Whizzer in ihr Haus. Einer der „Rocker“ versucht, Caish zu vergewaltigen. Rio, die durch ihren indianischen Vater in Magie bewandert ist, läßt einen Fluch auf Whizzers Gruppe los. Einer nach dem anderen stirbt unter mysteriösen Umständen…
„Hex“ ist ein echtes Produkt der auslaufenden Hippie-Ära. Es gibt Motive, die direkt aus dem 69er-Biker-Kultfilm „Easy Rider“ von Dennis Hopper stammen könnten, Personen, die mit der Natur im Einklang leben, und viel Gefühl für Drogen und freien Sex. Die übernatürlichen Elemente der Handlung werden wohldosiert über den ganzen Film verteilt und drängen sich nie in den Vordergrund. Vielleicht akzeptiert man gerade deswegen, daß die indianische Magie zum Alltag der beiden Halbblut-Schwestern gehört. Stimmungsvoll wird „Hex“ immer dann, wenn es gilt, durch episodenhafte Szenen den Tagesablauf auf der Farm zu schildern. Der Horror mit den Tierangriffen ist gutes Mittelmaß, während ansonsten der bizarre Inhalt schwer einzuordnen ist. Mir jedenfalls gefällt der Streifen von Leo Garen ganz gut, denn er ist anders als die meisten seiner Zeit. Mit Keith Carradine, Tina Herazo, Hilarie Thompson, Scott Glenn, Gary Busey u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin