Franks Bewertung

starstarstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Harry Schwerdtfeger moderiert die tägliche TV-Sendung „Straßen der Gewalt“, ein Reality-Magazin aus Berlin, bei dem es um Mord, Vergewaltigung und Kriminalität geht. Als die Verbrechensrate sinkt, steht Harrys Sendung vor dem Aus. Flugs tritt er mit seinem Kameramann und dem Tonassistenten eine eigene Welle der Gewalt los: Die drei TV-Macher morden selbst vor laufender Kamera…

Daß Homemade-Filme auch richtig gut aussehen können, beweist Thomas Wind mit seinem „Berlin Snuff“. Doch nicht nur das filmische Ambiente stimmt in dieser Berliner Hinterhofproduktion, sondern auch die überaus ätzende Satire, die sich hinter der Splatter-Story verbirgt. Obwohl nicht immer alle Gags zünden, ist es doch erstaunlich, wie pointiert die Drehbuchautoren ihre Geschichte um die Auswüchse des Reality-Fernsehens ausgemalt haben. Da gibt es sowohl Tritte in die linke als auch rechte politische Ecke, so daß „Berlin Snuff“ durchaus als Pendant zum Schweizer „Blutgeil“ gesehen werden kann. Auf jeden Fall sollte man Thomas Winds Streifen als eine erfrischende Bereicherung des Halbprofessionellen-Marktes betrachten, die mit Splattereffekten nicht geizt. Mit Harry Schwerdtfeger, Thomas Sieper, Hartmut Jacob, Malte Rathmann u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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