Tasmanien, 1820. Der Schwerverbrecher Alexander „the pieman“ Pearce flieht in den Dschungel und kann dank seiner kannibalischen Gelüste überleben. Tasmanien, heute. Tierforscherin Nina ist dem ausgestorben gewähnten tasmanischen Tiger auf der Spur. Zusammen mit drei Freunden, darunter Lover Matt, ist sie zu einer Mini-Expedition am Pieman-River unterwegs. Die Gruppe trifft auf ein paar finstere Einheimische, die sich als direkte Nachfahren von Alexander Pearce entpuppen und die, um ihre Blutlinie zu wahren, Frauen kidnappen und als Leihmütter halten...
Endlich einmal ein Werbespruch, der stimmt: Ganz in der Tradition von „The Hills Have Eyes“. Und richtig: dieser australische Backwoods-Beitrag geht genau in diese Richtung, ist ebenso grimmig (wenn nicht sogar härter, weil irgendwie realistischer) und schafft es sogar, die Vorzeige-Atmosphäre eines „Beim Sterben ist jeder der Erste“ auf perfekte Weise zu kopieren. Jon Dywer ist mit seinem „Dying Breed“ also das gelungen, was viele andere Splatter-Streifen aus letzter Zeit vergeblich versucht haben: nämlich eine gut funktionierende Mischung aus Thrill und Backwoods-Stimmung zu kreieren. Und weil das Ganze auch nicht in ein übliches, einfach nur ultra-goriges und damit langweiliges Torture-And-Kill-Szenarium abdriftet, hätte „Dying Breed“ sogar das Zeug zu einem kleinen Klassiker des Subgenres zu werden, denn immerhin wird der Film auch von guten schauspielerischen Leistungen getragen, wobei sich zur Abwechslung mal keine Abziehbild-Charaktere mit hohl-platten Dialogen herumschlagen müssen. Fazit: definitiv sehenswert. Bildformat: 1,78:1. Mit Nathan Phillips, Leigh Whannell, Billie Brown, Mirrah Foulkes u. a.
Anmerkung: 2009 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.
© Selbstverlag Frank Trebbin