Krankenschwester Valerie staunt nicht schlecht, als ihr plötzlich der smarte Daniel direkt vors Auto fällt und trotz übler Verletzungen schon kurze Zeit später wieder topfit ist. Der Grund dafür ist einfach: Daniel ist ein Engel, der auf diese Weise Kontakt zu Valerie herstellen wollte. Es folgt eine heiße Liebesnacht, in der Valerie von Daniel geschwängert wird. Dieser Umstand ruft Gabriel, den gefallenen Engel, der immer noch gegen alle Nettigkeiten des Himmels opponiert, auf den Plan. Er kommt auf die Erde zurück, um Valerie und ihr noch im Mutterleib befindliches Kind zu töten...
"God’s Army II – Die Prophezeiung" beginnt mit einem wunderbar gut funktionierenden Schock, dann folgt der erste Auftritt von Christopher Walken, der wiederum den Engel Gabriel mit angstmachender Intensität spielt. Schon dieser Auftakt signalisiert, dass es Greg Spence durchaus daran gelegen ist, Gregory Widens ersten Teil an Suspense und Action zu überbieten. Das klappt auch im Großen und Ganzen ganz gut, denn immerhin stand für das Sequel ein sichtbar höheres Budget zur Verfügung. Ironische Brechungen (z. B. Gabriels Umgang mit moderner Technik), die Widens sakralen, ziemlich ernsten Originalstoff geschickt konterpunktieren, sorgen zudem dafür, dass das alles trotz vieler, vieler düsterer Szenen leicht verdaulich zu genießen ist. Dieser Umstand fällt umso mehr ins Gewicht, denn in einer Zeit, in der Sequels, Prequels und Remakes die Produktionspläne der Major-Studios beherrschen, ist man froh über jede dem Original gegenüber ebenbürtige Fortsetzung, zumal auch hier wieder die erzählte Geschichte höchst interessant ist. Auf DVD letterboxed (1,75:1). In Nebenrollen sind Eric Roberts, Tom Towles und Bruce Abbott zu sehen. Des weiteren mit Russell Wong, Jennifer Beals u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin