Der kleine, dickliche John Watson trifft in seiner neuen Londoner Schule ein. Dort freundet er sich mit dem jugendlichen Sherlock Holmes an, der sein Klassenkamerad ist. Zusammen lösen sie den Fall des „verborgenen Tempels“, bei dem neben einigen mysteriösen Todesfällen auch eine unterirdische Pyramide eine Rolle spielt. Gegenspieler der beiden Jungdetektive sind die Mitglieder einer ägyptischen Todessekte…
Diese für den Mainstreamfan gut gelungene Fantasy-Horror-Mischung aus dem Hause Steven Spielbergs ist ein illustrer Film um die erdachten Jugenderlebnisse des berühmten britischen Detektivs. Mit einigen visuell hochklasssigen Horrorszenen wird eine Geschichte in Schwung gebracht, die liebevoll zwischen Hommage und seichter Parodie hin und her schwankt. Barry Levinson arbeitet –was nicht anders zu erwarten war– eher im Stile seines bekannten Produzenten und zeigt kaum seine eigene Handschrift. Doch dieses leidige Thema kennen wir bereits von „Poltergeist“. So erinnern einige Sequenzen von „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“ eher an die Spielbergschen „Indiana Jones“-Filme als an den guten, gruseligen Gothic-Horror, der dem Thema ja eigentlich sehr nahe steht. Dennoch ist dieser Streifen in seiner Gesamtheit ein schaurig-schönes Beispiel für den Facettenreichtum des Phantastischen Films. Mit Nicholas Rowe, Alan Cox, Sophie Ward, Anthony Higgins u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin