1989. Nach einem blutig verlaufenden Ausbruch aus dem Kings-Park-Sanatorium auf Long Island wird die irre Kopfabschneider-Mörderin Mary Mattock, genannt „Mary Hatchet“, von der Polizei erschossen. Dies ist für die Jugendlichen der Stadt Grund genug, alljährlich die sogenannte „Blood Night“ zu feiern. Heute, zwanzig Jahre später, sind Alissa und ihre Freunde dran, sich am Grab von Mary zu betrinken und mit einem Hexenbrett zu spielen. Der alte Friedhofsarbeiter Gus warnt sie aber davor, dass dadurch der Geist von Mary umherwandern könnte…
Wer sich nicht an der etwas bescheidenen Direct-to-Video-Optik stört, wird mit „Blood Night – Die Legende von Mary Hatchet“ einen gnadenlos auf Retro-Splatter gebürsteten Teenager-in-Angst-Film erleben, der von „Halloween“ bis zu den „Witchboard“-Vehikeln alles ausschlachtet was es da auszuschlachten gibt. Gleiches passiert übrigens auch extrem blutig und überzogen mit einigen Kanonenfutter-Darstellern, die der wiederauferstandenen Mary zum Opfer fallen. Da wird gemütlich im Gekröse gewühlt und Köpfe gleich mehrfach zersäbelt. Bereits die mit Sex und Gewalt gespickte Pre-Titel-Sequenz gibt die Richtung vor, die Frank Sabatella mit seinem Streifen auch prompt im Finale zielgerecht zum Höhepunkt bringt. Das sind wirklich 8 Splatter-Punkte wert, obwohl zwischenzeitlich das Party-Gehabe der Jugendlichen schon stark nervig ist. Und weil „Blood Night – Die Legende von Mary Hatchet“ auch für kein Major-Studio produziert wurde, darf man sich auch sprachlich so richtig austoben und im Fäkaljargon fabulieren. Fazit: sau-blöd, sau-blutig, fast schon eine Parodie. Auf BD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Danielle Harris, Nate Dushku, Samantha Facchi u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin