Mrs. Stirling, die „Mommy“ von Jessica Ann, ist eine resolute Mitt-Vierzigerin, die bereits schon zwei Ehemänner auf kuriose Weise „überlebt“ hat. Nun ist ihre Tochter ihr einziger Lichtblick in der Welt und so wundert es nicht, daß „Mommy“ alles tut, um Jessica Ann immer gut aussehen zu lassen. Erst stirbt die Lehrerin, die Jessica Ann eine Auszeichnung verweigert, dann die Putzfrau der Schule, die böse über die Stirlings redet…
Daß selbst US-Kritikerpapst Leonard Maltin mal danebenliegt, sieht man an „Mommy“. Sein Urteil („Chillingly good“) kann ich auf keinen Fall teilen, denn dazu ist diese „Stepfather“-Variation zu plump und überraschungslos geworden. Da gibt es nämlich kaum etwas, was man nicht woanders schon besser gesehen hat. Besonders störend ist die billige Optik eines „kleinen Fernsehspiels“, die das Ganze auch noch extrem billig aussehen läßt. Max Allan Collins (Autor, Produzent, Regisseur und Musiklieferant) tat lediglich mit Patty McCormack als Mrs. Stirling einen Glücksgriff, denn die Dame ist der einzige Lichtblick in „Mommy“. Des weiteren mit Rachel Lemieux, Jason Miller, Brinke Stevens, Mickey Spillane u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin