Eine kleine Insel vor Eden Cove, einem beschaulichen Kaff an der nordamerikanischen Pazifikküste, ist Kulisse für die Experimente des Pharma-Konzerns BioTech, bei denen das Gift von gefährlichen Vipern beim Kampf gegen den Krebs zum Einsatz kommen soll. Und um viel Gift zu bekommen, hat man die Schlangen genetisch verändert. Pech ist nur, dass diese nunmehr extrem aggressiven Tiere aus dem Labor entkommen können, sich rasend schnell vermehren und nun gen Eden Cove ziehen. Der junge Arzt Cal Taylor erkennt als erster die Gefahr...
„Vipers“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich eine der Grundregeln des Phantastischen Films auch heutzutage trotz modernster Technik nicht geändert hat: Die Geschichte kann noch so bescheuert sein, der Erfolg eines Streifens hängt unmittelbar damit zusammen, ob beim Tricksen eines Monsters geschludert wird. Und bei „Vipers“ hatte der Verantwortliche für die CGI-Vipern wirklich einen schlechten Tag! So ist aus einem eigentlich grundsoliden Tier-Horror-Film-Stoff – der ganz im Gegenteil zu dem weitaus besseren „Snakes on a Plane“, der wiederum einen ziemlich hirnrissigen Plot mit guten F/X wettzumachen wußte – wegen besagter unrealistischer Pixel-Schlangen leider nur ein murksiges Movie-of-the-Week-Erlebnis geworden. Ja, Bill Corcorans Streifen ist zudem nur ein für’s Pay-TV produzierter Programmfüller, bei dem die Handlung zu Beginn viel Soap bietet (sich glücklicherweise in der zweiten, actionlastigen Hälfte aber bekannteren Genre-Vorbildern zuwendet) und die Optik herkunftsbedingt nicht gerade innovativ ist. Schade drum. Auf DVD 16:9. Mit Tara Reid, Jonathan Scarfe, Corbin Bernsen, Genevieve Buechner u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin