Mary Florescu ist eine erfolgreiche Buchautorin mit Zielrichtung paranormale Phänomene und Simon McNeil, ein ihr bekannter Student, scheint ein Medium zu sein, der ihr helfen kann, das Geisterhaus, welches sie gerade erworben hat, aufs Genaueste zu untersuchen. Nach ein paar unheimlichen Vorkommnissen, bei denen geisterhafte Schriftzüge an den Wänden auftauchen, wird Simon jedoch als Betrüger entlarvt und Mary glaubt, dass das Haus halt kein Geisterhaus ist. Sie soll sich irren, denn die Geister suchen wirklich jemand, der ihre Geschichten erzählt…
John Harrisons „Book of Blood“ (natürlich nach der gleichnamigen Buchvorlage von Clive Barker!) ist ein erfrischend altmodischer Geisterfilm mit zwei, drei überraschend blutigen Einlagen und einer Auflösung, die man schlichtweg als genial-poetisch bezeichnen kann und die auf erhabene Weise bebildert ist (sogar die offensichtliche CGI-Technik stört hier nicht). Wer allerdings durch den Namen Clive Barkers einen neuen „Hellraiser“ erwartet, den möchte ich hier eindringlich warnen: mit Splatter hat das Ganze trotz mancher naturalistischer Make-Up-F/X-Arbeit wahrlich nichts zu tun. Viel eher geht es ziemlich ruhig und unspektakulär zu, denn schließlich gilt es hier, eine Geschichte mit einer Pointe zu erzählen. Zwar reicht „Book of Blood“ nicht ganz an das Schockpotenzial von „The Others“ oder „Das Waisenhaus“ heran, die zwei großen Genre-Säulen innerhalb des modernen Geisterfilms, doch immerhin ist es John Harrison unzweifelhaft gelungen, ein atmosphärisch dichtes Schauermärchen abzuliefern, das ganz in der Tradition der guten, alten (zumeist britischen) Gruseler steht. Bildformat: 1,78:1. Mit Jonas Armstrong, Sophie Ward, Paul Blair u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin