Trend und Jim haben die blutige Hölle Vietnams überlebt. So glauben sie zumindest. Doch nachts werden sie von Alpträumen geplagt, in denen ein alter Kumpel, den sie während eines Kampfeinsatzes verletzt liegengelassen hatten, aus dem Jenseits auftaucht und sie ermahnt, ihn endlich aus den Händen des Vietcong zu befreien. Die beiden Viet-Vets stellen fest, daß die Träume immer realer werden. So bluten die Wunden, die sie eigentlich nur träumen, wirklich. Jim und Trend gehen bis an die Zähne bewaffnet schlafen, um im Traum ihren letzten Kampf auszufechten…
Obwohl bereits 1987 entstanden, erscheint David A. Priors Film bei seiner erst heute stattfindenden Vermarktung wie ein billiger Cash-In bei Adrian Lyne und seinem „Jacob’s Ladder“. Die Vietnam-Traumaszenen sind inhaltlich stereotype Stupiditäten mit ins Reich der Phantasie abdriftenden Gewaltorgien (ein Schuß, fünf Tote). Die aufgesetzten Freddy-Kruegermotive (Träume, Zwang zum Aufwachen etc.) wirken deplaziert und störend. Als B-Film ist „Nightwars“ einigermaßen passabel, wenn auch streckenweise ziemlich billig produziert. Wenigstens verdient sich der Film einige Härtepunkte, weil ausgiebig und oft gefoltert wird. Fazit: zwiespältig. Mit Brion O’Connor, Cameron Smith, Steve Horton, Dan Haggerty u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin