Der Tätowierer Karl, der seit seiner Militärzeit in Japan von der fernöstlichen Tätowierkunst begeistert ist, glaubt, mit der attraktiven Maddy den idealen Körper für seine Kunstwerke gefunden zu haben und verliebt sich in sie. Doch Maddy ist nur an schnellem Sex ohne Beziehung interessiert. Karl, der unbedingt sein Meisterwerk an Maddy vollenden will, entführt die Frau, hält sie gefangen und tätowiert sie gegen ihren Willen am ganzen Körper.
Bizarrer Psychothriller um die Obsessionen eines in seinen Beruf vernarrten Tätowierkünstlers. Ähnlich wie in der dritten Episode aus „Tokugawa– Gequälte Frauen“ geht es hier jedoch um mehr als nur darum, gemalte Kunst auf den Körper zu bringen. In der Schlußszene von „Tattoo“ wird nämlich deutlich, daß Regisseur Bob Brooks eine ähnlich fremdartige Auffassung über die Verbindung von Tod und Orgasmus vertritt, wie z.B. Teruo Ishii in seinem o.g. Episodenfilm. Insgesamt gesehen ist jedoch „Tattoo“ viel zu geschliffen und an gängiger Mainstreamware orientiert, um so richtig schockieren zu können. Zudem muß man auch als geneigter Zuschauer einige Längen in Kauf nehmen, die den Gesamteindruck dieses Films doch erheblich schmälern. Als Sex- bzw. Gewaltthriller ist „Tattoo“ –trotz Hollywoods Vorzeige-Psychopathen Bruce Dern in der Hauptrolle– auch viel zu harmlos. Alternativtitel: „Tattoo– Das Mal der Rache“ und „Tattoo– Die Nadel des Wahnsinns“. Mit Bruce Dern, Maud Adams, Leonard Frey, Rikke Borge u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin