Die Geschichte um Jason Vorhees und seine Taten rund um den idyllischen Crystal Lake hier zu wiederholen, hieße, Eulen nach Athen zu tragen, denn immerhin gehört der (auch filmtechnisch) nicht kleinzukriegende Killer mit der Eishockeymaske seit nunmehr über 30 Jahren zum festen Inventar – trotz aller gleichgeschaltenen Inhalte und der damit verbundenen unzähligen Wiederholungsphrasen!
Nun also erreicht die heimische Mattscheibe das von Michael Bay und Sean S. Cunningham produzierte Remake des Originals; ein kläglicher Versuch, altes Material einer neuen Generation von Zuschauern anzudienen. Dies ist per se legitim, in diesem Fall aber höchst dröge. Doch geben wir nicht der ausgelutschten Handlung die Schuld sondern benennen das Kind ruhig beim Namen: Marcus Nispel. Der deutsche Ex-Werbe-Filmer findet hier – wie schon in seinem übers Ziel hinausgeschossenen „Pathfinder“ – keinen wirklich guten Zugang zum Stoff, lässt den Kameramann wie einen Betrunkenen agieren und reiht ziemlich lustlos Mord an Mord (ohne dabei die für das Stalk’n-Slash-Subgenre wichtige Steigerung an blood and guts umzusetzen). Das alles kennen wir schon zu Genüge und so bin ich mir ziemlich sicher, dass damit das Thema eines neuerlichen Reboots der „Freitag der 13.“-Reihe endgültig vom Tisch ist. Mein Tipp: lieber mal einen der alten Teile herauskramen und einen richtig nostaligeschen Videoabend zelebrieren. Da hat man mehr Spaß dabei. Die Besprechnung beruht auf dem sogenannten Killer Cut, der allerdings trotz des eingefügten Materials nicht der Bringer ist. Bildformat: 2,35:1. Mit Jared Padalecki, Danielle Panabaker, Amanda Righetti, Aaron Yoo u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin