Dies ist die Geschichte von Richard Ramirez, einem Sohn aus einer mexikanischen Einwanderfamilie, der in seiner Kindheit mitansehen mußte, wie sein Onkel Frauen mißhandelte und tötete, und der nun angesichts dieser Sozialisation nicht andeers kann, als des Nachts im Los Angeles der 1980er-Jahre auf die Pirsch zu gehen und sexuell aktive Frauen zu töten. Die Presse nennt ihn den „Valley Intruder“, aber als er schlußendlich gefasst wird, ist er längst als „Nightstalker“ berühmt geworden.
Und wieder einmal hat es sich der Wahl-Hollywood-Z-Grade-Filmer Ulli Lommel nicht nehmen lassen, einen weiteren Beweis seines Unvermögens abzuliefern. Sein „The Valley Intruder“ ist durch und durch ein wirrer Mist, der allenfalls nur durch seinen hohen Grad an gewaltpornografischen Bildern auffällt. Doch kann man angesichts einer mehr als grobkörnigen Shot-on-Video-Technik wirklich noch von Bildern reden? Auf jeden Fall ist der Film extrem langweilig, ohne jedweden Sinn fürs Filmische und mit Sicherheit keine ernstzunehmende Fußnote innerhalb des True-Crime-Subgenres zur Akte „Nightstalker“. Fazit: der Ramirez lutscht ständig Lollis (am besten hat mir der gift-grüne gefallen), der Lommel ist auf Crack und das Ganze ist ein Armutszeugnis. Auf DVD Vollbild (letterboxed 1,85:1). Mit Adolph Cortez, Elissa Dowling, Jamie Bernadette, Jeff Dylan Graham u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin