Franks Bewertung

starstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Animationsfilm. Eine alte Legende besagt, daß der Genuß von Meerjungfrauenfleisch dazu führt, daß derjenige, der es verspeist, entweder unsterblich oder zu einer reißenden Bestie wird. Vor sechzig Jahren hat der gewissenlose Doktor Shina ein Experiment mit solchem Fleisch an zwei Zwillingsschwestern durchgeführt und mußte die Grenzen seiner „Wissenschaft“ erkennen. Heute wird die junge Yuta von einer der Schwestern verfolgt, die sich halb in einen Wolf verwandelt hat…

Im Gegensatz zu solchen Animee-Klassikern wie z. B. „Akira“ oder „Devil Man“ ist „Mermaid Forest“ eine echte Enttäuschung. Der Grund dafür ist aber nicht in der etwas wirren Geschichte zu suchen, sondern in dem Zeichenstil Rumiko Takahashis, der für die Originalvorlage verantwortlich ist. Zu sehr erinnern die Figuren mit ihren großen Kulleraugen an solche Kiddie-Serien wie „Sindbad“ oder „Biene Maja“. Auch fehlt jeglicher Ansatz zur Umsetzung real aussehender Bilder und Perspektiven. Für Horrorfans dürfte „Mermaid Forest“ allerdings doch einiges bereit halten, denn die Geschichte um Doktor Shina und seine Experimente ist ziemlich düster. Das nihilistische Ende und ein paar blutgetränkte Bilder sind letztendlich auch der Beweis dafür, daß „Mermaid Forest“ für Erwachsene gemacht wurde.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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