Irgendwo in der Nähe von Lille. Eine illustre Gruppe von Reisenden wird durch einen plötzlich aufkommenden Nebel gezwungen, in einem einsamen Landhaus Quartier zu suchen. Dort erfahren sie die bewegte Geschichte des Hauses, deren Vorbesitzer angeblich Vampire gewesen sein sollen. Eine Weiterreise in der Nacht scheint nicht ratsam zu sein, denn auf dem in der Nähe gelegenen Friedhof treiben ein paar finstere Gestalten ihr Unwesen. Schon bald werden die ungeladenen Gäste Zeugen merkwürdiger Geschehnisse, die letztendlich in Mord und Totschlag gipfeln…
Auch wenn sich die Handlung nach einem stinknormalen Genrefilm anhört, so stellt doch das recht interessante Regiedebüt des Spaniers Francisco Lara Polop eine sehr solide Fingerübung in Sachen Terror dar. Darüberhinaus ist die Handlung mit ein paar schaurigen Horrormotiven (die Szenen auf dem Freiedhof, der dichte Nebel und die Vampirlegende, die über dem Haus schwebt) angereichert, die es einfach machen, sich hübsch gruselig zu unterhalten. Bedingt durch die konsequente Farb- und Bildgestaltung, kann sich der Film über einige schauspielerische Mängel hinwegsetzen. In seinen stärksten Momenten hat „Das Haus im Nebel“ die poetische Kraft der frühen Mario-Bava-Streifen. Aus heutiger Sicht wirkt diese thematische Fußnote zur Edgar Wallace Reihe allerdings etwas antiquiert und eingestaubt. Auf Video letterboxed (1,6:1) und sehr dunkel. Die OF-Längenangabe ist dem Phil-Hardy-Lexikon entnommen. Mit Analia Garde, Andres Resino, Anna Lisa Nardi, Evelyn Stewart u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin