Vier freche Kinder sind in einer Villa an der französischen Riviera sich selbst überlassen, denn ihre Eltern sind verreist. Weil das spanische Dienstmädchen ihnen verbietet, bis in die Puppen fernzusehen, arrangieren sie einen tödlichen „Badeunfall“. Doch die vier werden von einem umherstreunenden Fremden bei ihrer Tat beobachtet. Dieser taucht dann auch bald in der Villa auf und setzt die Kinder unter Druck…
Dem Franzosen Serge Leroy schwebte sicherlich ein sozialkritisch angehauchter Psychothriller vor, als er sich an den Stoff von „Der unheimliche Fremde“ heranmachte. Doch leider ist ihm trotz eindeutiger Verweise auf den Einfluß brutaler TV-Unterhaltung bei Kindern kaum mehr als die übliche Kritik an der Allmacht der Medien gelungen. Hinzu kommt, daß Leroy über seine Aussage hinweg das Aufbauen eines Spannungsbogens vergessen hat. Peinlich, peinlich, denn dadurch ist „Der unheimliche Fremde“ schlichtweg stinklangweilig– und da kann noch nicht einmal Alain Delon in der Hauptrolle etwas ändern. Im TV letterboxed (1,77:1). Des weiteren mit Sophie Renoir, Richard Constantini, Tiphaine Leroux u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin