Randale in Texas. Bone, Carrie und Sam sind unterwegs zu einem Konzert, von dem man sich erhofft, dass es dort deftig zur Sache geht. Ihr Weg führt sie mehr oder weniger unfreiwillig über Fate, einem kleinen Kuh-Kaff, in dem die Bewohner allesamt Vampire geworden sind. Deftig wird der Abend zwar noch, aber anstatt Konzert gibt es jetzt Flucht und Tod. Gemeinsam verbarrikadiert man sich in der Farm eines typischen Rednecks…
Würden wir heute noch die 1970er-Jahre schreiben, würde man „Blood On The Highway“ (unter dem OT gibt es die Neuauflage auf DVD) als typischen, zumeist nur lokal eingesetzten Drive-In-B-Film bezeichnen, der ähnlich wie „I Drink Your Blood“ erst sehr viel später von der nächsten Fan-Generation entdeckt werden würde. Heute, im digitalen Video-Zeitalter, wo jedermann seinen Schrott ganz schnell vermarkten kann, ist so ein billig hergestellter DV-Film, der sich wie hier als schenkelklopfende Splatter-Komödie gibt, natürlich recht schnell in alle Herren Länder verkauft und verklappt. Was erwartet einen also bei „Blood On The Highway“? Na, ganz einfach: viel verspritztes Kunstblut, einfach gestrickte F/X und eine Unzahl an Witzen und Gags, von denen nur jeder dritte zündet. Ob man sich dabei amüsieren kann, liegt einzig und allein am Betrachter selbst, denn immerhin suhlt sich der Film praktisch in Körperflüssigkeiten und Fäkalhumor – und das muss man erst einmal abkönnen. Insgesamt betrachtet fehlt es dem Film aber an richtigem Timing (vieles ist zu redselig und in die Länge gestreckt) und natürlich auch an technischer Finesse. Ach ja, den Auftritt von Tom Towles hätte man sich wirklich sparen können. Auf DVD 16:9. Mit Deva George, Robin Gierhart, Nate Rubin, Nicholas Brendon u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin