Brian will heiraten. Und um seinen Junggesellenabschied so zünftig wie möglich zu feiern, versammelt er alle seine Paintball-Freunde der „Weekend Warriors“ um sich, fährt irgendwo aufs Land und lässt dort das Bier und die Farbkugeln spritzen. Eine geheimnisvolle Gruft und ein gefundenes schlüsselartiges Kreuz, welches einen Ritter aus dem Jenseits aktiviert, besiegeln jedoch das Schicksal von Brian und seinen Freunden, die jetzt von dem Wächter des Bösen gejagt werden…
Mit „Hatchet“ fing es in den USA an, mit „Templar Knight“ kommt es nun auch aus England: die Auferstehung des sogenannten Old-School-Horrors in Form von strunzdoofen, aber immerhin leidlich-unterhaltsamen Splatterfilm(ch)en, die an die Billigheimer der längst passé geglaubten Drive-In-Ära erinnern. Die Story ist altbekannt, die Figuren sind weiterhin nur Abziehbilder ohnegleichen und auch der Fäkalhumor ist ganz so wie man ihn aus der Blütezeit des 1980er-Horrorfilms her kennt. Doch leider schießt da Simon Cathcart eindeutig übers Ziel hinaus und lässt den Zuschauer viel zu lange mit den bier- und sexseligen Eskapaden von Brians Wochenendkriegern allein. Das Warten auf den Horror-Part ist dementsprechend zäh und wird – sind wir mal ehrlich – auch nicht gerade durch spektakuläre F/X (wie beim eingangs genannten „Hatchet“) später wieder belohnt. Fazit: ein Z-Grade-Film für den Alles-Seher. Auf DVD 16:9. Mit Martin Bayfield, Simeon Willis, Sandra Dickenson, Jocelyn Osorio u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin