Der junge Jonathan stürzt die schwangere Dorothy, die er eigentlich heiraten wollte, in die Tiefe. Der Grund: Dorothys Vater ist der schwerreiche Kupfermagnat Thor Carlsson, der wegen der Schwangerschaft mit Enterbung drohte. Kurz darauf wechselt Jonathan die Identität und macht sich an Ellen, die Zwillingsschwester der Ermordeten, heran. Doch da tauchen Zeugen auf, die Jonathan entlarven könnten. So wird der nach außen hin sympathische junge Mann wiederum zum eiskalten Mörder…
Obwohl mit Matt Dillon –einst Teenie-Liebling– in der Hauptrolle, ist „Der Kuß vor dem Tode“ ein hochklassiger Psychothriller mit einer überzeugenden Besetzung. Dreh- und Angelpunkt des Films ist jedoch nicht der Inhalt –die Geschichte kennt man irgendwie schon woanders her bzw. von dem gleichnahmigen Roman von Ira Levin– sondern die Form. Kühl durchkomponiert bis in unbedeutendste Szenen spielt Regisseur und Drehbuchautor James Dearden mit genau den gleichen technischen Tricks und Kniffen, die schon die Filme Alfred Hitchcocks und Brian de Palmas auszeichneten. Doch für bloßes Epigonenkino arbeitet James Dearden zu eigenständig. So ist „Der Kuß vor dem Tode“ perfekt gehandhabte Thriller-Unterhaltung geworden, die ein Mainstream-Publikum zu fesseln vermag. Mit Matt Dillon, Sean Young, Max von Sydow, Diane Ladd u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin