Franks Bewertung

starstarstarstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der Ex-Polizist Bob Carter und seine Familie sind mit dem Wohnwagen auf einer Reise nach Kalifornien. Ihre Fahrt führt sie an einer in der Wüste gelegenen Luftwaffenbasis vorbei, von der man sagt, daß dort vor Jahren ein UFO landete (so’n Quatsch: Das UFO existiert nur in der deutschen Fassung!). Warnungen, daß dort bereits mehrere Reisende verschwunden sind, schreiben die Carters leichtfertig in den Wind. Als man mit einem Achsbruch liegenbleibt, wird der Wohnwagen von merkwürdigen Gestalten angegriffen…

Wie bereits kurz erwähnt, verkommt Wes Cravens Kannibalen-Schocker in der deutschen Fassung zu einer blöden UFO-Farce, die natürlich hinten und vorne nicht stimmen kann. Der recht harte und krude „Hügel der blutigen Augen“ ist nämlich in der OF eine comichaft überzeichnete Kritik an der US-amerikanischen Atombomben-Politik, denn die derangierten Angreifer der Carters sind verseuchte Menschen, die in das Fallout eines Atomtests geraten sind und in der verlassenenen Gegend ausgesetzt wurden. In den USA avancierte „Hügel der blutigen Augen“ deswegen und wegen seiner billigen und recht „schmutzigen“ Machart zu einem echten Kultklassiker. Überraschend blutleer (im Sinne von splatterig) aber nicht minder provozierend erzählt Wes Craven seine Version von Familienzusammengehörigkeit und der Verteidigung der Heimstatt (vgl. hierzu „Ketten-Sägen-Massaker“). Trotz der o.g. Sinnentstellung in der deutschen Fassung sollte man sich „Hügel der blutigen Augen“ nicht entgehen lassen, denn er ist eine wirkliche Bereicherung des Genres. Allerdings sollte man kein technisch voll ausgereiftes Movie erwarten, sondern eine Hinterhof-Produktion mit Ecken und Kanten. Mit Robert Houston, Susan Lanier, Russ Grieve, Martin Speer u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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