Architekt Michael Lewis kommt nach London, um das alte Arcadia Hotel zu sanieren. Sein Ausspruch gegenüber den Geldgebern, den „Geist des Hauses“ zu bewahren, soll sich bald als allzu wahr herausstellen, denn in dem alten Gemäuer spukt es heftig. Als Michael, der nicht nur anfängt, Gespenster zu sehen, auch noch eine alte Frau namens Margaret Smith überfährt und tötet, erfährt er, daß er das Zweite Gesicht hat. Diese Gabe soll Michael nach dem Willen der ruhelosen Geister nutzen, um einen mehrfachen Kindermörder zu jagen...
Mit „The Sight“ tritt Paul W. S. Anderson, der sich spätestens mit „Resident Evil“ einen Namen machen konnte, den Beweis an, daß auch TV-Made-Movies wie richtig großes Kino aussehen können (abgesehen von den vielen spürbaren Werbeunterbrechungen). Vom ersten bis zum letzten Bild gandenlos durchgestylt, mit Computereffekten verfremdet oder gar visuell so aufgebauscht wie ein Werbeclip – alles das bietet „The Sight“, von dem man sogar sagen kann, daß er eine nicht ganz neue Geschichte einigermaßen spannend zu erzählen weiß. Einzig und allein die recht sterile Synchronisation stört an diesem Geisterfilm-kreuzt-Serienkiller-Event, von dem man aufgrund des merkwürdigen Endes annehmen darf, daß das Ganze als eine Art Pilotfilm gedacht war. Auf DVD 16:9. Mit Andrew McCarthy, Kevin Tighe, Amanda Redman, Jessica Oyelowo und Honor Blackman als Margaret Smith.
© Selbstverlag Frank Trebbin