Einer Handvoll Spiele-Schöpfer bleiben nur wenige Wochen Zeit, um das Monster des PC-Spiels „Evilution“ auf Vordermann zu bringen, denn erste Tests haben genau dort den Schwachpunkt ausgemacht. Nachdem Julie Strain (as herself!) mittels eines Telemetrie-Anzuges eingescannt worden ist, rastet der Hauptrechner angesichts der zu verarbeitenden Kurven völlig aus und arbeitet nun darauf hin, dass der Anzug wieder mit Leben erfüllt wird. Dazu verwandelt sich der Hauptrechner in eine Art Frankenstein, der mordet und Leichenteile sammelt...
Computer als amoklaufende Maschinen hatten wir bereits in den 1960er und –70er Jahren. Doch was der Rechner in „Evilution“ (nettes Titelspielchen zum Blockbuster „Evolution“) anstellt, geht dann doch eher direkt in Richtung Splatterfilm der letzten Dekade. Ohne großen Tiefgang steuert George Huang seine mehr oder weniger deutliche Satire auf den american business way of life – nämlich fressen oder gefressen werden – auf das durch und durch zynische Finale zu und läßt in der zweiten Hälfte ein paar gute Horrormomente Revue passieren. So ist am Ende bereits vergessen, dass „Evilution“ von der Idee her eigentlich recht bescheuert und anfangs sogar richtig langweilig ist. Nun ja, sei’s drum: Als echter Fan des Genres hat man schon mit viel, viel Schlimmeren seine Zeit verplämpert. Auf DVD 16:9. Des weiteren mit Clea DuVall, Steven Culp, Jason Marsden, Tyler Mane u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin