Ein amerikanischer TV-Sender präsentiert eine Hinrichtungsshow live vor Publikum. Die Kandidaten sind lebenslänglich oder zum Tode verurteilte Verbrecher, die hier ihrer Familie noch etwas Geld verschaffen können. Der Showmaster ist ein arroganter Kerl, der sich gegen Fans und Neider wehren muß. Nach dem Motto „The Show must go on“ wird munter weiter hingerichtet.
„Death Game“ ist eine episodenhafte, bisweilen sehr bissige Satire auf die immer skurrileren Auswüchse moderner TV-Unterhaltung und Spielshows. Das Ganze wird in Form einer tiefschwarzen Horrorkomödie dargeboten, die zwar handwerklich einfach gehalten ist, dafür aber um so mehr Tiefschläge inhaltlicher Art parat hält. Regisseur Mark Pirro hat bewußt auf einen allzu sichtbaren Handlungsfaden verzichtet und präsentiert lieber in lockerer Reihenfolge gespielte Hinrichtungen, makabre Werbeeinlagen und Produktionsalltag beim Fernsehen. „Death Game“ ist zwar nicht unbedingt blutig oder auf Gore ausgerichtet, aber trotzdem wirken manche Hinrichtungen wegen ihrer Überzogenheit doch ziemlich hart. Aber jeder gute Satiriker weiß, daß in der Übertreibung die Enthüllung der Wahrheit liegt. „Death Game“ ist ein wunderbar makabrer Film, der den Gottschalks und Carrells einen bizarren Spiegel vorhält. Mit John McGafferty, Robyn Blythe, Beano, Mark Lasky u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin