Franks Bewertung

starstarstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Los Angeles. Ein Ritualmörder, der seine Opfer nach dem Prinzip der sieben Todsünden hinrichtet und zu grausamen Todesgemälden drapiert, versetzt die unwirtliche Millionenstadt in Angst und Schrecken. Zwei Detectives, der kurz vor der Pensionierung stehende Routinier Somerset und dessen hitzköpfiger Nachfolger Mills, machen Jagd auf den brillant agierenden Killer, der keine Spuren zu hinterlassen scheint. Die beiden involvieren dermaßen in den Fall, daß es ihnen immer schwerer fällt, eine Grenze zu ziehen. Da stellt sich plötzlich der Täter– nur um ein noch perfideres Spiel zu treiben…

Von Anfang an wird dem Zuschauer suggeriert, daß „Sieben“ ein visuelles Meisterwerk der Extraklasse sei. Doch blickt man einmal hinter die von David Fincher recht sorgsam konstruierten Bilder, so entdeckt man mehr als nur einen jener hochglänzenden Psychothriller. Viel eher wird dem Zuschauer das Gefühl vermittelt, inmitten einer verrohten Welt zu sein, in der jegliche Humanität aus den Köpfen der Menschen gelöscht wurde. Gleichsam wie in Ridley Scotts „Blade Runner“ ergießt sich dementsprechend auch hier ein Dauerregen über die eine vermeintliche Zivilisation, die schon längst über den Abgrund hinausgerast ist. Die Geschichte selbst weiß mit einigen unerwarteten Wendungen zu gefallen, so daß selbst das pessimistische Ende noch schlimmer ausfällt als irgendwie erwartet. Mit Sicherheit hat Fincher in „Sieben“ seine Fehler aus „Alien 3“ nicht wiederholt und durchgängig spannende Unterhaltung geschaffen. Auf Video letterboxed (2,23:1). Mit Morgan Freeman, Brad Pitt, Kevin Spacey, Gwyneth Paltrow u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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