Wer bei „The Video Dead“ einen Romero-typischen Zombie-Reißer erwartet, wird sicher enttäuscht werden, denn es handelt sich eher um eine Persiflage, die in Richtung „Verdammt, die Zombies kommen“ tendiert.
Eine Zeitlang muß man sich erst mal gedulden, die flachen Figuren werden vorgestellt. Schwester Zoe will Aerobic studieren, Bruder Jeff zieht sich lieber ´ne Tüte rein und es dauert eine Weile, bis der erste Zombie aus dem Fernseher auftaucht und sich den Pudel aus der Nachbarschaft krallt.
Doch dann erscheint der Texaner John Daniels und der weiß(woher auch immer)über die untoten Kreaturen aus dem Fernseher Bescheid und veranstaltet mit Brüderchen Jeff eine kleine Jagd im Wald.
Während die erste Filmhälfte etwas dahindümpelt, wird es spätestens ab jetzt witzig.
Die Zombies(mit verdammt viel Latex im Gesicht) haben nämlich recht menschliche Verhaltensweisen beibehalten und können auch mit einer Kettensäge umgehen, versuchen sich als Autofahrer und sind auch einer geselligen Runde zwecks Teetrinkens nicht abgeneigt. Hinzu kommt die Tatsache, dass einer der Untoten wie David Bowie aussieht(oder WAR das David Bowie?).
Tempo und Witz bestimmen die zweite Filmhälfte, bei der zwar selten Spannung aufkommt, die aber mit ein paar kleinen Splatttereinlagen und einem Finale, das man 5 Jahre später bei „Braindead“ wieder findet, zu unterhalten weiß.
Wenn man einige unbeantwortete Fragen außen vor lässt, (Welchen Ursprung haben die Untoten, warum leben in dem Ort nur ein paar Leute…)kann man mit ein paar Bierchen schon seinen Spaß haben.
6 von 10 Punkten