Einem geheimnisvollen Großbildfernseher, angeliefert von unbekannter Seite, entsteigen blutgierige Zombies und raffen das Leben eines zurückgezogen lebenden Schriftstellers dahin. Ein junges Paar, das in dessen nunmehr leerstehende Villa einzieht, erbt neben dem Grundstück auch das bedrohliche TV-Gerät. Glücklicherweise ist ein geheimnisvoller Fremder mit viel Insiderwissen (und einer Kettensäge) zur Stelle, als der Dämonenspuk von neuem beginnt und das junge Glück zu zerstören droht.
Zombie - Bloody Demons ist mal wieder so eine typische Zombiekomödie, die aber in beiden Genres nicht so recht Früchte tragen mag. Der Horrorteil ist viel zu plump und bestenfalls als semiprofessionell zu bezeichnen und auch der Witz schlägt zwar ab und an durch, ist aber dabei zu selten erfolgreich um ganze Lachsalven abzufeuern. Arrangiert hat das ganze ein gewisser Robert Scott der sich sowohl für Regie, Script als auch Produktion zuständig zeigt, was um so mehr den Eindruck nährt, das die furchtbar agierenden Darsteller allesamt aus seinem Freundeskreis stammen und ein profihaftes Casting eher nicht stattgefunden hat.
Zu den Laienschauspielern kommt dann noch eine schlechte Synchro, peinliche Dialoge und eine völlig verwaschene Bildqualität dazu. Die Geschichte wurde dabei wohl ebenfalls nach Magic Mushroom Genuß ausgedacht. Zombies kommen aus Fernsehern in die reale Welt (wobei sich das Script die Frage nach dem wieso und warum sicherheitshalber gar nicht erst stellt), Mädchen wollen Aerobic studieren (würd ich den Amis fast sogar noch zutrauen) und Zombies die eigentlich keine sind (vermehren sich nicht durch Bisse, lassen sich von Pfeilen abschießen und ernähren sich auch schonmal von Bohnen aus der Dose). Immerhin nimmt sich der Film dabei kein bißchen Ernst und nach zwei oder drei Kästen Bier ist das ganze sogar recht unterhaltsam.
Die Untoten machen dabei noch am meisten Laune, haben alle noch etwas wie einen menschlichen Charakter, eine von ihnen rennt sogar im Hochzeitskleid durch die Wälder und für einen Streifen dieser Preisklasse sehen die Masken sogar wirklich gut aus, was man von den Splattereffekten jetzt wieder nicht unbedingt behaupten kann. Naja, wer sich jede Horrorparodie anschaut kann auch mal hier reinschauen, richtig schlecht ist das alles auch nicht.
4/10