Auf einer einsamen Karibikinsel führen drei Kannibalen-Grazien ein scharfes Regiment: Schiffbrüchige Männer werden erst verführt und dann in den Kochtopf gepackt. Hubert, einziger Überlebender eines Schiffsunglücks, kommt auf die Insel und erlebt dort einige abenteuerliche Tage zwischen Bett und Hackebeil. Da naht scheinbar endlich Hilfe…
Nach gut der Hälfte des Films fragt man sich doch glatt, was das Ganze soll. Als Nachzieher zu den aus italienischen Gefilden bekannten Kannibalenstreifen ist „Die Männerfresser“ zu lustig und nicht exploitationhaft genug. Für eine satirische Zivilisationskomödie reichen aber die drei Gags in fünf Reihen auch nicht aus. Hinzu kommt, daß der Film nicht unbedingt mit drastischen Schockbildern spart (die sind aber im Gegensatz zu den o.g. Lenzis und Deodatos fast harmlos!). Interessant dürfte höchstens sein, daß der Stoff ursprünglich als Bühnenstück das Licht der Welt erblickte und in seiner Theaterfassung als lockerer Angriff gegen die Männerehre zu verstehen war. Drehbuchautor Daniel Colas, hier auch Regisseur und Hauptdarsteller, hat es aber nicht geschafft, dies auch entsprechend für die Leinwand zu adaptieren. So fällt der Film gnadenlos als großes Fragezeichen beim Zuschauer durch. Mit Daniel Colas, Catriona MacColl, Roberta Weiss, Coralie Seyrig u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin