Franks Bewertung

starstarstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Port Gamble ist ein kleines, beschauliches Küstenstädtchen im Norden der USA, das urplötzlich von einer Seuche heimgesucht wird, die die Bewohner in fleischfressende Zombies verwandelt. Während Tom, der mit seinem Freund Lance aus New York zurückgekommen ist, um seiner Mutter seine Homosexualität zu beichten, erst gar nicht begreifen will, in welches Monster sich da seine Mutter just am Abendbrottisch verwandelt, hat Frida, die Tochter eines iranischen Imbissbesitzers, noch ein ganz anderes Problem: In den Nachrichten heißt es nämlich, daß Port Gamble Ziel muslimischer Terroristen wurde...

Wie man schon dem obigen Kurzinhalt entnehmen kann, ist „Zombieworld“ recht schnell als nicht ernst gemeinter Genrefilm zu identifizieren, der mit teilweise treffsicheren Gags auf die Ära von George W. Bush anspielt. Dabei erstaunt einen dann aber wirklich, daß das Ganze nicht etwa das Produkt findiger Hollywood-Produzenten ist sondern offenbar aus den Händen semi-professioneller Filmemacher weit abseits der Traumfabrik stammt. So erwartet den Zuschauer ein inszenatorisch und tricktechnisch auf dem Stand der frühen 1980er Jahre stehender B-(oder besser: C-)Film, der mit entwaffnend naivem Charme zu punkten vermag. Leider erreicht Kevin Hamedanis Fan-Werk (Peter Jacksons frühe Werke wurden ausgiebig studiert und liebevoll hofiert) aber nicht den Schwung der auf dem deutschen Cover herbeizitierten „Shaun of the Dead“ oder „Zombieland“, denn zwischen den breit ausgewalzten Splatterszenen gibt es leider auch viel Leerlauf. Kurzum: nicht wirklich gut, aber keinesfalls schlecht. Trash as trash can. Auf DVD 16:9. Mit Janette Armand, Doug Fahl, Cooper Hopkins, Bill Johns u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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