New York 1955. Harry Angel, ein heruntergekommener Privatdetektiv, wird von dem geheimnisvollen Louis Cyphre damit beauftragt, das Verschwinden des Sängers Johnny Favorite aufzuklären. Alle Personen, die Harry Angel hierzu befragt, sterben später eines grausamen Todes. Selbst die ekstatische Liebesnacht mit der schönen Voodoo-Priesterin Epiphany endet in einem alptraumhaften Blutrausch. Am Ende seines zur Odysse ausgearteten Jobs macht Harry Angel eine äußerst unangenehme Entdeckung…
Alan Parker, der sich bereits durch viele anspruchsvolle (Literatur-)Verfilmungen wie z.B. „Midnight Express“ einen Namen als guter Techniker und Handwerker in Sachen Film gemacht hat, schuf mit „Angel Heart“ einen intelligenten und eindringlichen Film, der aufgrund der schauspielerischen Höchstleistungen zu einem Kultobjekt neuerer Zeit werden könnte. In bewegenden, visuell sehr wirkungsvollen Bildern erzählt Alan Parker eine Geschichte, die zwar inhaltlich etwas dünn, dafür aber sowohl von Film-Noir-Motiven als auch von herkömmlichem Okkult-Horror bestimmt ist. Auf den überraschenden Schlußgag wird dabei besonders gezielt hingearbeitet. „Angel Heart“ löste eine kleine Welle an ähnlich Voodoo-orientierten Filmen aus, die dem spannenden und aufwühlendem Vorbild natürlich nicht das Wasser reichen können. Die bewußt blutig-grotesk dargestellten Mordszenen sind in der deutschen FSK-16-Videofassung natürlich gekürzt. In den USA mußte „Angel Heart“ für ein R-Rating um ca. 10 Sekunden geschnitten werden. Mit Robert de Niro, Mickey Rourke, Lisa Bonet, Charlotte Rampling u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin