Louise Haloran beschließt, den Herzinfarkttod ihres Gatten John zu verschweigen, um an das Erbe seiner Mutter heranzukommen. Ihrem Schwindel zur Seite steht ein irrer, axtschwingender Mörder, der auf dem Schloß der Halorans in Irland seinen Untaten nachzugehen scheint. Da die Familie bereits durch ähnliche kriminelle Erlebnisse in der Vergangenheit gebeutelt ist, weiß man keinen Rat. Hausarzt Doktor Caleb kann den Täter endgültig entlarven.
Diese „Jugendarbeit“ Francis Ford Coppolas, der zu der Entstehungszeit von „Dementia 13“ erst 24 Jahre alt war, ist trotz seiner produktionsbedingten Mängel ein kleines Juwel unter den frühen Stalk’n-Slash-Filmen, denn hier werden schon einige der wichtigsten Grundregeln und Versatzstücke des Subgenres festgelegt. „Dementia 13“ ist zudem noch hervorragend fotografiert sowie clever montiert worden und kann somit eine selten dichte Atmosphäre des Morbiden und Krankhaften vorweisen. Die relativ brutalen Morde sowie die grausame Auflösung des Falles sind ihrer Zeit weit voraus und fallen somit etwas aus dem sonst eher ruhig-beschaulichen Rahmen, den die Originalaufnahmen eines irischen Schlosses bieten. „Dementia 13“ lief im bundesdeutschen Raum lediglich als Entdeckung in der sogenannten „schwarzen Serie“ der dritten Programme der ARD. Mit William Campbell, Luana Anders, Mary Mitchel, Patrick Magee u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin