Lee und Susan Ritter, ein junges Paar, lernen auf einer Vernissage die schöne, geheimnisvolle Diana Le Fanu kennen und werden von ihr auf ihren luxuriösen Landsitz in der Mojave-Wüste eingeladen. Dort angekommen, werden die beiden sofort von Diana umgarnt und verführt. Lee gerät als erster in den Bann der attraktiven Hausherrin, die sich schon bald als Vampirlady entpuppt.
Der Film ist ein amerikanisiertes Remake von Harry Kümels ebenfalls 1971 entstandenem „Blut an den Lippen“. Die Leute von Roger Cormans New World Pictures waren ja schon immer schnell, wenn es darum ging, einen Trend zu erkennen. Ähnlich bizarr und symbolträchtig wie beim besagten Vorbild (man schwelgt wieder einmal in der gewohnten Rot-Blau-Ästhetik und bemüht einige Fetische) wird hier die Geschichte einer Vampirin erzählt, die ein junges Paar in ihren Bann zieht. Mit Rücksicht auf die US-Zensoren hat man jedoch auf die übermäßige Ausbeutung von Lesben-Szenen verzichtet und dafür mehr heterosexuelle Liebesszenen eingebaut. Das Ganze ist dann noch mit kleinen, modischen Brutalitäten unterlegt. „The Waking Hour“ ist kein großer Wurf im Genre, jedoch solide Unterhaltung für Fans. Mit Michael Blodgett, Sherry Miles, Celeste Yarnall, Jerry Daniels u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin