Das Liebespaar Nikki und Al lebt davon, Männer auszurauben, die Nikki in Bars aufreißt. Eines Tages stirbt eines ihrer Opfer und die beiden flüchten mit einer erbeuteten Videocassette, die Ex-Football-Star Zipper Doyle bei pädophilen Spielen zeigt. Um sie herum geschehen mehrere Morde, so dass sich Nikki und Al bald gegenseitig verdächtigen. Schon bald ist ihnen die Polizei aber auch Zipper Doyle auf der Spur...
Der vielfach auf Festivals ausgezeichnete "Kiss or Kill" ist ein merkwürdiger Serienkillerfilm, der eigentlich gar kein Serienkillerfilm ist (oder sogar sein möchte). Regisseur und Drehbuchautor Bill Bennett bemüht sich nämlich, eine Road-Movie-Geschichte à la "True Romance" in Gang zu bringen, die er dann mit dem lakonischen Fuck-the-World-Humor moderner Looser-Storys bereichert. Doch leider erreicht der Low-Budget-Streifen sein Ziel nicht, was u. a. darauf zurückzuführen ist, dass es (laut Presseheft) am ersten Drehtag weder Skript noch Storyboards gab. Und Improvisation, Mr. Bennett, sollte man lieber jenen Filmschaffenden überlassen, die das können. Außerdem nervt die sprunghafte Schnittmontage und das Fehlen jeglicher Spannungsmomente. Mit Frances O'Connor, Matt Day, Chris Haywood, Andrew S. Gilbert u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin