Franks Bewertung

starstarstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Ungarn im 17. Jh. Karl, der Ehemann der Gräfin Elisabeth, begeht Selbstmord und kehrt als Vampir aus dem Grab zurück. Um ihren Mann mit Nahrung zu versorgen, läßt Elisabeth immer wieder junge Mädchen auf ihr Schloß schaffen, denen sie das Blut abzapft. Um sich ihrer eigenen ewigen Jugend zu versichern, badet Elisabeth im Blut der von ihr ermordeten Jungfrauen…

Neben „Invasion der Zombies“, ebenfalls von Jorge Grau inszeniert, ist dies einer der besten und stimmungsvollsten spanischen Genrefilme, der sein blutrünstiges Thema nicht nur oberflächlich und spekulativ ausbeutet, sondern es in einer intelligenten, bis ins kleinste Detail stimmigen Handlung unterbringt. Der vorliegende Film hat neben beachtlichen fotografischen/formaltechnischen Qualitäten auch eine Vielzahl innovativer Momente und Szeneneinstellungen, was sich in seiner Gesamtheit zu zum Klassikerstatus summiert. Die gekonnte Verbindung von makabrer Poesie und blutigem Schrecken, die an manchen Stellen an die besten Momente des Gothic-Horrors von Mario Bava erinnert, sucht bis heute in Spanien ihresgleichen. Auch die schauspielerische Umsetzung der Geschichte ist entsprechend ernst und adäquat. Nicht ganz so künstlerisch wertvoll, dafür aber für den englischsprachigen Raum an der Kinokasse umso erfolgreicher, inszenierte Peter Sasdy 1970 unter dem Titel „Comtesse des Grauens“ die gleiche, auf der Legende von Erzébeth Barthory (1560–1614) fußende Geschichte. „Le Vergini Cavalcano la Morte“ ist bislang nicht in synchronisierter Form mach Deutschland gekommen. Unbestätigten Quellen zufolge soll Jorge Graus Film im Kino ursprünglich 102 Minuten gelaufen sein. Mit Lucia Bose, Eva Aulin, Espartaco Santoni, Ana Farra, Franca Grey u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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