Um 1900. Nachdem die Eltern von Flora und Miles gestorben sind, lebt nur noch der durch und durch böse Peter Quint auf dem Schloß, um sich um die Kinder zu kümmern. Quint heckt sogleich einen Plan aus, um die Kinder in seinen Bann zu ziehen. Die junge Gouvernante Miß Jessel scheint völlig machtlos zu sein, weil sie Quint bereits sexuell hörig ist. Als Miß Jessel mit den Kindern das Schloß verlassen will, erkennt sie, daß Quint aus Flora und Miles schon minderjährige Mörder gemacht hat…
Michael Winners erster Schritt in Richtung Horrorfilm entpuppt sich als hintergründiger und verschachtelter Psychothriller, der vor allem durch seine großartigen darstellerischen Leistungen aufblüht. Leider hat der Regisseur hierbei nicht den so entschlossenen Schwung seiner berühmten Actionfilme (z.B. „Ein Mann sieht rot“, USA 1974) mitgebracht, so daß ihm ein überzeugenderes Ergebnis nicht gelang. So können trotz aller handwerklichen Qualitäten die für das Genre wichtigen Stimmungs- und Schocksequenzen an einer Hand abgezählt werden. „Quint (the Nightcomers)“ ist die Quasi-Vorgeschichte zu Jack Claytons „Schloß des Schreckens“. Alter Kinotitel: „Das Loch in der Tür“. Mit Marlon Brando, Stephanie Beacham, Thora Hird, Harry Andrews u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin