Vor 20 Jahren ist über Johannesburg ein riesiges außerirdisches Raumschiff gestrandet, welches nicht mehr zum Weiterflug fähig war. Deshalb wurden die zig tausend Aliens, im Volksmund „Shrimps“ genannt, in Südafrika aufgenommen und innerhalb des Lagers „Disctrict 9“ kaserniert. Weil die Probleme in dem Ghetto immer größer wurden, hat man sich heute dafür entschieden, „District 9“ zu räumen und die Aliens umzusiedeln. Als der Leiter dieser Maßnahme, Wikus van der Merwe, mit einer schwarzen Alien-Flüssigkeit in Berührung kommt, fangen die wirklichen Schwierigkeiten aber erst an...
Der geneigte Science-Fiction-Fan kommt nicht umhin und muss unumwunden zugeben, dass der mit einfachen aber wirkungsvollen Mitteln entstandene „District 9“ eine Art Frischzellen-Kur innerhalb des schon seit längerer Zeit stagnierenden Genres ist. Ausgehend von einem an sich alten Thema (siehe: „Space Cop L.A. 1991“) überrascht Neill Blomkamp mit einem hochaktuellen Blick auf politische Befindlichkeiten speziell in Südafrika (Apartheid ist abgehakt, aber das Problem der Hometowns bleibt trotzdem) und in punkto Umgang mit Ausländern im Allgemeinen. Das Ganze kommt dann auch im Stil einer CNN-Reportage daher (mehr als die Hälfte der Laufzeit ist wie eine Nachrichtensendung inszeniert, der Rest sind ergänzende Spielszenen) und hat ungefähr die gleiche Sogwirkung wie bei „[.REC]“ bzw. „Quarantäne“ – man ist eigentlich sofort mittendrin und dabei! Und das beste an „District 9“ ist, dass er witzig, spannend und teilweise überraschend splatterig ist. Eine Mischung, die jedem Fan gefallen dürfte. Auf DVD 16:9. Mit Sharlto Copley, Jason Cope, David James, Vanessa Haywood u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin