Der junge Schrifsteller Kim Jeong-hyun verbringt mit seiner Frau Yun-hie ein Wochenende auf dem Land. Unterwegs gabeln die beiden einen Anhalter auf, der ihnen sogleich scherzhafterweise offenbart, ein Mörder zu sein. Nachdem sich das erste Lachen gelegt hat, setzt ein Katz-und-Maus-Spiel ein, bei dem der Anhalter schlußendlich von Jeong-hyun verlangt, ihn zu töten. Anderenfalls würde er, der Psychopath, Yun-hie so lange foltern und quälen, bis Jung-hyun den Tod seiner Frau herbeisehnt...
Wenn man den Kurzinhalt liest, weiß man natürlich sofort, mit welchen Quellen der Koreaner Kim Sung-hong hier hantiert: das fängt bei Robert Harmons „Hitcher – Der Highway-Killer“ an und hört bei George Sluizers „Spurlos (verschwunden)“ auf. Schnell könnte man als Fan also „Say Yes“ beiseite legen und unter dem Motto „kenn ich schon“ abhaken, zumal das Drehbuch zu Beginn nur die üblichen Plattitüden bereithält. Doch im Gegensatz zu der eher auf glatt gebügelten Hollywood-Konfektion darf es sich eine asiatische Produktion erlauben, mehr Sadismen und Gewalt zu versprühen, so daß Kim Sung-hongs Thriller doch ein wenig Aufmerksamkeit verdient. Das Schlußdrittel nämlich hat es in sich und dürfte neben solchen Klassikern wie „Wer Gewalt sät“ durchaus bestehen können. Und da „Say Yes“ auch nicht unflott inszeniert ist, hat man auf jeden Fall keine Zeit verschenkt. Die DF soll cut sein. Auf DVD letterboxed (1,78:1). Mit Kim Ju-hyuk, Chu Sang-mi, Park Joong-hoon u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin