Franks Bewertung

starstarstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

1959. Seit der neunjährige Michael Laemle mit seinen Eltern von Massachusettes nach Indiana umgezogen ist, wird er von Alpträumen geplagt. Als er eines Nachts aufwacht und seine Eltern blutverschmiert in der Küche vorfindet, entwickelt er eine Abneigung gegen Mutters Essen. Sind seine Eltern wirklich Kannibalen? Michael versucht, nicht daran zu denken. Doch Vater zwingt ihn immer wieder zum Verzehr des Fleisches. Leben Michaels Eltern etwa von Mord?

Leider nimmt der deutsche Titel schon die Lösung dieser intelligenten, sehr schwarzhumorigen Komödie über das spießige Amerika der 50er Jahre vorneweg, so daß ein Großteil der Spannung (ist er’s, oder ist er’s nicht?) verloren geht. Dennoch macht der Film fürchterlich viel Spaß, auch wenn manchmal die Grenzen des guten Geschmacks verletzt werden. Doch das gehört nun einmal zu einem Film dazu, der mit Schocks unterhalten will. Dem Grunde nach ist „Pfui Teufel…“ eigentlich keine richtige Komödie, denn in einigen Sequenzen geht es richtig nervenquetschend zur Sache. Bob Balaban hat dabei bekannte Vorbilder wie „Halloween– Die Nacht des Grauens“ (in der Szene mit dem Wandschrank) genau studiert. Das Ende scheint etwas konstruiert zu sein, paßt aber bei genauer Betrachtung in die Handlung und ist in seiner Wirkung konsequent. Man wünscht sich mehr von solchen kleinen, aber feinen Produktionen. Mit Randy Quaid, Mary Beth Hurt, Sandy Dennis u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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