Franks Bewertung

starstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

18.09.2022
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Review

von Frank Trebbin

Vier korrupte Polizisten dringen in ein heruntergekommenes Hochhaus in einem Pariser Vorort ein, um sich an jener Bande zu rächen, die den Tod eines Kollegen auf dem Gewissen hat. Die Aktion läuft schnell schief, denn die zumeist farbigen Gangster sind auf der Hut und so werden die Cops kurzerhand im obersten Stockwerk des Hauses festgesetzt. Doch schon bald müssen sich die Rivalen zusammenschließen, denn plötzlich wird das Hochhaus von einer Horde blutrünstiger Zombies gestürmt...

Mit dem französischen Zombie-Actioner „Die Horde“ hat man es als Genrefan nicht unbedingt leicht, denn schon Erzählweise und Figurenzeichnung unterscheiden sich deutlich von den handelsüblichen US-Pendants: so gibt es wahrlich keine „große ganze“ Geschichte zu erzählen, Erklärungen für das Auftauchen der Zombies gibt es keine und Helden oder gar nur Sympathieträger sucht man hier vergeblich. Die Dialoge bestehen größtenteils aus Flüchen oder Erniedrigungen dem Anderen gegenüber, selten transportieren sie die Handlung. Und wenn Action angesagt ist, begegnet man einem höllischen Montage-Stakkato, bei dem Details oder gar das für das Zombie-Subgenre so wichtige Ich-halt-mal-mit-der-Kamera-drauf-Splatter-Feeling völlig untergehen. Und dennoch überzeugt „Die Horde“ auf seine ganz eigene Weise - ist er doch dreckig, laut und in der Tradition schrägen (im Sinne von: nicht glattgebügelten) Euro-Horrors stehender Reißer für ein Publikum von Heute. Bildformat: 2,35:1. Mit Eriq Ebouaney, Alain Figlarz, Claude Perron u.a.

Anmerkung: 2010 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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