Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Als 1969 der erste Mensch den Mond betrat, beschloß Vampir Boya, sich in einen ewigen Schlaf fallen zu lassen, doch leider weckt ihn knapp 25 Jahre später ein verirrter Golfball aus seinen Träumen. Boya streift wieder rastlos durch die nächtlichen Straßen von Toronto, trifft auf einen Taxifahrer, der Ärger mit der örtlichen Mafia hat, und hilft diesem. Als Boya ihn sogar noch mit der verbitterten Donut-Verkäuferin Molly verkuppelt, weiß unser Vampir, dass er zu gut für diese Welt ist und geht freiwillig dem Sonnenaufgang entgegen.

Dokumentarfilmerin Holly Dale hat mit "Blood & Donuts" ihr Spielfilmdebüt abgeliefert - und zwar ein recht schrilles. Festgemacht an den Minimalregeln des Vampir-Subgenres erzählt uns Holly Dale nämlich die Geschichte von dem Blutsauger Boya, der nicht nur genretypisch traurig oder melancholisch sondern gar bereit ist, sich läutern zu lassen. Auf seiner Odyssee trifft er auf echt wirkende Großstadt-Typen, die ihm vor Augen führen, wie wenig abgefahren er doch eigentlich ist. David Cronenberg als kleiner Gangster-Boß ist dabei noch die schillerndste Figur. Dass bei einem derart psychologisierten Vampirstoff keine Spannung aufkommen will, liegt natürlich auf der Hand und so kann man sich bei "Blood & Donuts" lediglich komödienmäßig seicht unterhalten. Für den großen Witz reicht es aber hinten und vorne nicht aus. Des weiteren mit Gordon Currie, Justin Louis, Helene Clarkson u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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