Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


1.134 Mal gelesen

Review

von Frank Trebbin

Der Student Peter Kleist kommt nach Österreich, um bei der Versteigerung des Schlosses seiner Vorfahren zugegen zu sein. Das Gemäuer, das von der Dorfbevölkerung den Namen „Schloß des Teufels“ erhalten hat, war im 16. Jh. Sitz des berüchtigten „Blutbarons“ von Kleist, so genannt, weil er mit Vorliebe Menschen gefoltert hat. Zusammen mit der Studentin Eva, die bei der Restaurierung mitgeholfen hat, veranstaltet Peter im Turmkämmerlein des Schlosses eine Geisterbeschwörung. Der so zu neuem Leben erwachte Blutbaron macht sich auch gleich wieder an die Arbeit. Aus der Folterkammer erschallen die Schreie der Gequälten. Bevor jedoch auch Eva ein Opfer des Blutbarons wird, kann ihm mit Hilfe eines magischen Amuletts eine Horde von Zombies auf den Hals gehetzt werden.

Interessanter und gut gelungener Versuch Mario Bavas, den Stil und Inhalt der frühen 60er-Jahre-Filme mit den Errungenschaften des modernen Splatterfilms zu verbinden. Neben den guten Kulissen der Burg Kreuzenstein in Österreich und den stimmungsvollen Sets sind vor allem die Lichtdramaturgie und Kameraführung positive Merkmale dieses spannenden Streifens, dem man die Querelen hinter den Kulissen (Der Produzent ging pleite und konnte die Gagen nicht mehr bezahlen) nicht anmerkt. Die Verfolgungsjagden im Nebel und im Wald gehören neben den kraftvollen Kamerafahrten in Kubricks „Shining“ zu den effektivsten des Genres und machen „Baron Blood“ zu einem cineastischen Juwel. Während man hierzulande immer noch auf eine Veröffentlichung des Films wartet, gibt es ihn anderswo bereits in zwei Versionen: 1) Die holländische Videofassung, die mit der AIP-Version aus den USA, welche um einige blutige Detailaufnahmen und ein paar Handlungsteile gekürzt ist, identisch ist. 2) Den Director’s Cut als englisches Kauftape mit uncut Gore und anderer Musik. Sowohl die neue UK-Fassung als auch das NL-Video sind letterboxed (1,66:1). Mit Joseph Cotten, Elke Sommer, Antonio Cantafora, Massimo Girotti u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

Details
Ähnliche Filme