Nome, Alaska. Die Psychologin Dr. Abigail Tyler übernimmt nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes dessen Studien in dem verschlafenen Küstenstädtchen und betreut eine Gruppe von Patienten, die allesamt Schlafstörungen haben und immer wieder von einer weißen Eule phantasieren. Die Hypnosetherapie, die Abigail anwendet, führt dazu, daß es zu merkwürdigen Unfällen oder gar Amokläufen kommt. Dr. Tyler findet langsam Anzeichen für das Wirken einer fremden Lebensform...
Ähnlich wie der im gleichen Jahr entstandene „District 9“ bedient sich auch „Die vierte Art“ einem Pseudo-Doku-Stil, um seine Geschichte zu transportieren. Doch während „District 9“ großartige, kritisch-ätzende Science-Fiction-Kost bietet, wartet Olatunde Osunsanmis Film lediglich mit dem leidlichen Ich-wurde-von-Aliens-entführt-Thema auf, welches hier allerdings auf seine Art recht spannend und vor allem suggestiv-wirksam dargereicht wird. So werden beispielsweise mittels Split-Screen-Verfahren nachgestellte Spielszenen und (angebliche) Originalaufnahmen gegenübergestellt, um den bewußt gewollten Thrill im Stile sattsam bekannter Reality-TV-Shows zu steigern. Doch leider wirkt dadurch „Die vierte Art“ auch etwas zu verspielt und versponnen und so fragt sich selbst der geneigte Zuschauer, was bitteschön hier besser und anders ist als in den vielen „Akte X“-Folgen, die dieses Thema schon behandelt haben. Fazit: filmtechnisch voller Finesse, inhaltlich eher schwach. Auf BD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Milla Jovovich, Elias Koteas, Will Patton, Hakeem Kae-Hazim u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin