Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Die weltfremde Nell, die gerade von ihrer eigenen Schwester aus der Wohnung geworfen wurde, nimmt aus lauter Verzweiflung an einem Schlaf-Experiment von Dr. David Marrow teil. Dieses findet in dem verlassenen Schloß Hill House statt und ist eigentlich nur Tarnung für Marrows wahre psychologische Studien: nämlich die der menschlichen Angst. So erzählt Marrow seinen Probanden auch eine zünftige Gruselgeschichte über den ehemaligen Besitzer von Hill House. Tatsächlich tauchen dann auch schon bald die Geister der Vergangenheit auf und machen Marrows Ort der Studien zum wahren "Geisterschloß".

Jan de Bonts Remake des bei Genre-Fans recht hoch geachteten "Bis das Blut gefriert", einem Klassiker unter den Geisterfilmen, ist – wie sollte es auch anders sein – ein lautes, polteriges Event-Movie geworden, das zwar technisch auf der Höhe der Zeit, insgesamt betrachtet aber recht seelenlos geworden ist. Logischerweise wirken solche sehenswerten Schauspieler wie Liam Neeson, Catherine Zeta-Jones und Bruce Dern neben diesen Großaufgebot an Trickeffekten recht blaß und verkommen eigentlich nur noch zu Stichwortgebern für den nächsten Werbeclip eines F/X-Tüftlers. Allerdings lassen die üppige Ausstattung und die nicht weniger als bombastischen, „eye-popping“ Sets lange Zeit vergessen, wie steril der gehäufte Einsatz digitaler Effekte den Horrorteil von dem insgesamt nur als zwiespältig zu beurteilenden "Das Geisterschloß" gemacht hat. Auf DVD letterboxed (2,35:1). Des weiteren mit Lily Taylor, Owen Wilson u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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