New York, 1964. Der gewalttätige Psychopath Heinz will der hübschen Linda, die in einer Tierhandlung arbeitet, zwei gestohlene Pinguine schenken. Linda, die Angst vor Heinz’ Gewaltausbrüchen hat, wendet sich an ihren Freund Harry. Doch kann dieser nicht verhinden, daß Linda, als sie das Geschenk von Heinz zurückweist, von dem Psychopathen entführt wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Was sich in der Kurzbeschreibung noch ganz gut anhört, ist in der in die Länge gezogenen Inszenierung durch Tony Bill eher zum Psycho-Drama als zum Horrorfilm geworden. Viel Zeit und Mühe werden aufgebracht, das Zeitkolorit korrekt zu beleuchten und eine Art Studie über die Jugend der 60er Jahre zu erarbeiten. Der der Geschichte innewohnende Terrorstoff wird dabei über weite Strecken vernachlässigt. Interessant für Genrefans dürfte daher nur die letzte halbe Stunde sein, die aus einem wirklich brutalen Amoklauf von Heinz besteht. Die dabei entstandenen Bilder sind irgendwie fesselnd und anziehend. Tony Bill hat es in diesen Minuten verstanden, die Faszination der Gewalt –ähnlich wie Sam Peckinpah in seinen Filmen– darzustellen. Zwiespältig. Mit Jody Foster, Tim Robbins, Todd Graff, John Turturro u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin