Franks Bewertung

star / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Eine dem Hexenkult zugehörige Zigeunerin kann kurz vor ihrer Hinrichtung im 15.Jh. den verantwortlichen Schloßherrn, Irenius Daninsky, verfluchen. Viele Jahre später leidet sein Urahne Wladimir (im Original: Waldemar) unter diesem Fluch, der ihn immer bei Vollmond in einen Werwolf verwandelt. So streift er dann durch die Wälder, um ahnunglose Wanderer zu überfallen und hübschen Mädchen an die Wäsche zu gehen. Als die blutjunge Diane ermordet aufgefunden wird, beginnt ein gnadenloses Kesseltreiben auf das Monster.

Sicherlich ist dieser, in der deutschen Fassung stark verstümmelte Werwolf-Film kein Highlight seines Subgenres. Dennoch stellt er solide Gore-Unterhaltung im Stil der frühen 70er Jahre dar. Wie bei anderen spanischen Horrorbeiträgen wird das klassische Motiv des Werwolfs nur veräußerlicht dargestellt– und das zugunsten bluttriefender Effekte. Von der tiefen inneren Tragik des Unwesen ist nichts mehr zu spüren. Als Klassiker kann „Die Todeskralle des grausamen Wolfes“ aber trotzdem gehandelt werden, weil er einer der wichtigsten Wegbereiter des spanischen Horrorkinos ist. Auf Video letterboxed (1,62:1). Mit Paul Naschy, Maria Silver, Fabiola Falcon, A.V.Molina u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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