Der 6jährige Martin wird von dem irren Mörder Graham Sutter entführt und über Jahre gezwungen, ihm bei seinen Taten, die er in der alten Fleischfabrik der Sutters begeht, zuzusehen. Eines Tages zieht in das Örtchen die junge Allison, die nach dem Tod ihrer Eltern von ihrem Onkel aufgenommen wird, und bemerkt in dem stillgelegten Schlachthof Martin am Fenster. Sie nimmt Kontakt zu dem Jungen auf und gerät so mitten in die Fänge des Killers…
„Bereavement“, der marktschreierisch als neues Highlight im Genre angekündigt wird, ist nicht wirklich das, was man erwartet, aber auch keinesfalls ein schlechter Film. Im Gegenteil: ganz im Stile eines Rob-Zombie-Films hat man es hier mit einem verstörenden Slasher zu tun, der wenig erklärt und (zumindest in der OF) ungeschminkt-brutal zur Sache geht. Wieder einmal mehr muss aber das heikle ein-Kind-mordet-Motiv dafür herhalten, um an Tabugrenzen zu kratzen und Nervenkitzel zu erzeugen. Doch glücklicherweise geschieht dies weniger exploitativ sondern eher im Rahmen einer Inszenierung, die in ihrer sorgsamen Erzählweise durchaus an alte John-Carpenter-Filme erinnert. Kurzum: Stevan Menas „Bereavement“ ist sorgfältig produziert, durchaus spannend und beeindruckt mit einer Sound-Kulisse, bei der nicht nur das ständige Schreien der Opfer an den Nerven zerrt. Auf BD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Spencer List, Michael Biehn, Alexandra Daddarion u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin